Presseaussendung Solidarpreis 2013 – Soziale Ziele auf dem Weg zur gemeinsamen GLOKALISIERUNG

Solidarpreisverleihung 2013 Gemeindezentrum Thannhausen

Im Gemeindezentrum Thannhausen bei Weiz stand der Abend des 7. Novembers ganz unter dem Motto „Globalisierung durch Solidarität an der Basis“. – Zum 6. Mal wurde der Solidarpreis vergeben und heuer in der Wohlfühlgemeinde Thannhausen . – Preisgekrönte Solidarprojekte sowie ausgezeichnete Solidarbetriebe stärken das „glokale Bewusstsein“ der Region mit Strahlkraft auch über ihre Grenzen hinaus.

Solidarpreisverleihung 2013

Solidarpreisverleihung 2013

Durch einen stimmungsvollen aber auch zum Nachdenken anregenden Abend moderierten Andreas Rath und Elisabeth Zury – beide aktiv im Team der Solidarregion Weiz tätig. „Die Welt steht in Flammen“, so die klärenden Worte von Erwin Stubenschrott, Obmann der Solidarregion Weiz, zu Beginn der Veranstaltung. Trotzdem dürfen wir auf eine bessere Zukunft hoffen, betont Stubenschrott weiters, wenn wir Menschen, die nicht warten wollen, bis es zu spät ist, mit Wertschätzung begegnen und selbst mutig genug sind verantwortungsvoll „den Brand zu löschen“. „Genau das zeigen auch die eingereichten Projekte der Menschen, die nicht warten wollen, sondern bereits jetzt aktiv für eine lebenswerte Zukunft arbeiten“, freut sich Stubenschrott.

Den zum Thema passenden Impulsvortrag „Stopp dem Ökozid“ lieferte Thomas Eitzenberger. Ökozid steht als Schlagwort für Umweltverbrechen sowie sukzessive Vernichtung unseres Planeten. „Profitmaximierung geht über alles, denn Profitorientierung alleine ist heute zu wenig“, so Eitzenberger. Die Formen der monetären Schuldenpolitik ziehen sich über viele Bereiche des menschlichen Daseins. Eitzenberger fordert die Menschen auf ihre hohe Innovationskraft und vielfältige Kreativität zu nutzen, um heldenhaft die Probleme unseres Planeten zu lösen. „Bleiben sie dabei bitte jung und vor allem frei“ appelliert Eitzenberger.

Solidarpreisverleihung

Als junge und freie Helden kann man alle Einreicher von Solidarprojekten bezeichnen. Herzblut und Überzeugung für die Projekte und den damit geleisteten Beitrag für die Gesellschaft, sind auf der Bühne spürbar. Eine 26köpfige Jury zeichnete die besten eingereichten Solidarprojekte in drei Kategorien – Einzelperson, Schulen/Universitäten/Bildung und Vereine/Institution/Unternehmen – aus der Region Weiz mit dem Solidarpreis 2013 aus. Die genauen Bewertungskriterien sind regionale Verbundenheit, soziale Verantwortung sowie Einsatz ökologischer Energie und globale Offenheit. Jeder Gewinner erhielt zusätzlich einen Scheck in der Höhe von € 500,–, gesponsert von den politischen Parteien der Region. Die Projekte sind zwar grundsätzlich regional verankert, aber beinhalten auch globale Themen, die es umzusetzen gilt.

In der Kategorie Einzelperson durfte Maria Raith für das Projekt „Traktor für den Dammbau in Yemo“, den Preis für ihre Schwester Brigitte Raith – derzeit in Yemo (Kongo) – übernehmen.

In der Kategorie Schulen/Universitäten/Bildung freute sich das BORG Birkfeld über den Preis für das Projekt „Von Angesicht zu Angesicht“. Pensionisten wurden im Rahmen des Projekts vor Ort im Altenheim künstlerisch fotografiert und deren Ergebnisse konnten im Anschluss daran in einer Ausstellung bewundert werden.

In der Kategorie Vereine/Institutionen/Unternehmen übernahm der Trödlerladen „Leib und Söl“ den begehrten Solidarpreis. Dieses Projekt umfasst nicht nur die Wiederverwertung alter Bücher oder Bilder, sondern bietet behinderten Menschen vor Ort die Möglichkeit, eine nachhaltige Tätigkeit auszuüben sowie einen geschützten Arbeitsplatz vorzufinden.

Musikalische und künstlerische Performance

Die Uraufführung „In aner Wölt“ (Text von Andrea Sailer, Musik von Erwin Mauerhofer, Ausführende sind Musiker der Gruppe „Roastoa“, der Gruppe „Gegenlicht“ sowie Schüler der MMS Weiz II) vermittelte zwischendurch stimmungsvoll das breit gefächerte Bemühen, um mehr Gerechtigkeit und Miteinander für ein besseres Leben. Besondere Begeisterung und Motivation war gerade auch bei den jungen Menschen – allen voran bei den Schülern der Musikmittelschule Weiz – spürbar.

Auszeichnung Solidarbetrieb

Zum Abschluss bekamen drei regionale Betriebe die Auszeichnung „Solidarbetrieb“ verliehen. Bei den ausgezeichneten Betrieben sind Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitenden, Kunden, Gesellschaft sowie Umwelt zentrale Themen in der Unternehmenskultur. – Über die Auszeichnung durfte sich unter anderen der Familienbetrieb Kräuterkunst der Familie Mehrl, Produzent von nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Gewürzsalzen, in Obergroßau freuen.

Auch der gemeinnützige Verein „Schule des Lebens“, deren Tätigkeiten ganz unter dem Motto „Wenn wir etwas für die Natur tun, dann werden wir gesund!“ stehen, nimmt eine Auszeichnung mit.

„Es ist schön zu sehen, dass wir nicht alleine sind, sondern viele Menschen diesen Weg gehen“, so Gottfried Lagler, Gründer und Geschäftsführer der Pizzeria Figaro in Gleisdorf. Neben der grünen Haube darf Lagler sich jetzt auch über die Auszeichnung „Solidarbetrieb“ freuen.

Die Dankesworte zum Schluss richtet Erwin Stubenschrott an alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben und vor allem an die nachhaltigen Vorzeigebetriebe: „Wirtschaft muss ein Gesicht bekommen“, wünscht sich Stubenschrott. In der Pause und im Anschluss wurden die Gäste mit ausgewählten regionalen Köstlichkeiten verwöhnt und konnten obendrein die spannenden Themen weiterdiskutieren.

Rückfragehinweis:
Erwin Stubenschrott, Obmann Solidarregion Weiz, T: +43 664 4052540, 
www.solidarregion.at