Wie kam ich zum bildARTelier / zum eigenen Fotostudio

Tja, die Frage bekam ich schon einige male gestellt…
Calvin Hollywood hat vor kurzem ein tolles Video dazu auf Youtube online gestellt, da dachte ich mir, ich schreib auch mal was dazu.

bei mir war es halt nicht die Sehnsucht nach einem Studio, sondern eher eine Notlösung. Im laufe der Zeit sammelte sich immer mehr Ausrüstung Zuhause im Wohnzimmer, und der Schreibtisch und die Bücherregale wurden auch immer voller. Der Zeitschriftenstoß wuchs auch von mal zu mal. Weiters kam das schlechte Wetter dazu. Ich musste einige Shootings immer wieder absagen, bzw. verschieben. Ich wollte Heizung, Dach über dem Kopf und immer passendes Licht!

Das nervt einfach mit der Zeit. Seit mehreren Wochen / Monaten war ich immer wieder auf http://www.willhaben.at und hab mich mal nach Räumlichkeiten umgesehen. Lange Rede kurzer Sinn: Der 24m2 Raum mitten in Weiz am Hauptplatz ist es dann im Dezember 2011 geworden. Die Abmessungen, die Lage und vor allem die Zuvorkommenheit des Vermieters haben dann letztendlich zur Entscheidung einen sehr großen Teil beigetragen.

Was kann ich dir hierzu raten : Mietet oder kauft euch etwas. Tut euch zusammen und schaft euch einen Platz, welchen ihr nutzen könnt. Eine Raumlänge von 6m würde ich euch auf jeden Fall raten. Das geht sich genau aus mit einem Vollformatsensor und 70mm Brennweite für Ganzkörperaufnahmen. Kleiner auf keinen Fall! Die Breite sollte zwischen 3m und 4m liegen, größer geht natürlich immer. 😉

Der Platz war geschaffen, leider zwar ohne Sanitäranlage, aber es war meins!

Ein paar Möbel waren schnell besorgt und unser Wohnzimmer wurde wieder zu einem Raumwunder. Studiohintergrund war auch schon bestellt – es konnte losgehen.
Ein paar Dinge möchte ich dir auf jeden Fall nahelegen:

  • Getränke: hab immer ein paar Getränke zur Hand. Ein paar 0,5 ltr Flaschen Mineral kosten nicht die Welt.
  • Spiegel: dein Model will sich schminken und die Haare machen! Außerdem kann sich das Model auf Wunsch selbst wärend dem Shooting sehen und als Requisite lässt er sich ebenfalls einbauen.
  • Leiter: Kostet im Baumarkt nur ein paar € und bietet weitere Blickwinkel wärend dem Shooting.
  • Musik: Im Hintergrund kann das Shooting auflockern! Bietet auch tolle Posen wenn das Model mal dazu tanzt.
  • Paravan: ist platzsparend und bietet dem Model eine sichere Umgebung sich umzuziehen. Außderdem kannst du auch ein paar Kleiderbügel aufbewahren.
  • Notebook / Pc: Ich hab ein Notebook im Studio stehen, damit ich mir, mit dem Model gemeinsam, gleich die Fotos ansehen kann. Damit lassen sich Fotos einfach besser bewerten und aussortieren. Meistens bearbeite ich auch gleich ein Foto vor Ort mit dem Model gemeinsam.

Eines noch: Bitte sprecht auch mit eurem Vermieter über euer Vorhaben! Sagt ihm ruhig was ihr vor habt. Es kann durchaus nicht erwünscht sein, dass z.B. Von Zeit zu Zeit immer wieder Damenbesuch kommt, Tiere, usw…

Ich konnte glücklicherweise einige Sachen auch gleich direkt in den Mietvertrag mit reinnehmen:

  • Anfertigen von Fotografien, sofern sie den Sitten entsprechen (Achtet hierbei auf das österreichische Gesetz!)
  • Stundenweise sind Tiere jeglicher Art erlaubt, sofern sie keinem Gefährden! Elefanten oder Tiger hatte ich sowieso nicht vor… 😉
  • … Usw. Denk einfach mal einiges durch, was du so fotografieren willst – kannst

Das ganze wird dan natürlich noch juristisch schön ausformuliert… Nimm dir im Vorfeld wirklich Zeit dafür, das kann dir eine Menge Ärger ersparren.

Mit der Zeit kamen dann auch zwei Blitze dazu. Mit den Aufsteckblitzen kommt man zwar sehr weit – aber nicht weiter…

Naja, das mal zum bildARTelier. Es wächst aber von Woche zu Woche. Irgendetwas fällt einem immer ein. Viel Spaß mit deinem Studio!

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